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nearbuy on Tour

Ein Jahr ist seit dem Startschuss für die Initiative nearbuy vergangen und wir blicken zurück auf eine aufregende Zeit. Während das Programmieren mit Sieben-Meilen-Stiefeln voranschreitet sind wir in Hessen und der Republik unterwegs und zeigen, was mit nearbuy in Nordhessen gerade geschaffen wird.


Jahresrückblick

Seit dem Start im Januar letzten Jahres sind wir mit unserem Vorhaben ein gutes Stück vorangekommen, nearbuy als digitales Werkzeug für die regionale Lebensmittelversorgung in der Pilotregion Nordhessen zu entwickeln.

Allerdings haben bei nearbuy - anders als in der Softwareentwicklung üblich - nicht wir allein die Entwicklung in der Hand. All jene, die nearbuy zukünftig für die Vermarktung, Beschaffung und den Transport von Lebensmittel nutzen möchten sowie regionale Ansprechpartner und “Kümmerer” bringen sich in die Entwicklung ein. In mehreren User Workshops und in vielen Gesprächen haben wir gemeinsam die Strukturen und Herausforderungen der regionalen Lebensmittelversorgung zusammengetragen und darauf aufbauen die Bedürfnisse an und die Funktionen von nearbuy erarbeitet. Die Ergebnisse und die Resonanz haben uns bestärkt: Mit nearbuy können wir einen wertvollen Beitrag zu nachhaltigen und lebendigen Regionen leisten, in denen regionale Wertschöpfung und Teilhabe möglich ist. Die Anzahl der benötigten und gewünschten Funktionen von nearbuy ist groß, so dass wir vorerst priorisieren mussten: Die erste Version werden wir im April 2020 vorstellen - danach wird fleißig weiterentwickelt. Wie komplex die technische Umsetzung ist, könnt Ihr in unserem Blogbeitrag Hinter den Kulissen nachlesen.


Für nearbuy unterwegs

Wir waren auf dem Regionalmarkt der Regionalmarke Kostbares Südniedersachsen auf Gut Herbigshagen. Dort haben wir von den Lebensmittelerzeuger*n und -verarbeiter*n erfahren, dass viele von ihnen gerne vermehrt an Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung liefern möchten - wegen der engen räumlichen Verflechtung gerne auch nach Nordhessen. Das freut uns natürlich.

Außerdem hat uns Colin vom Thüringer Ökoherz - dem Dachverband und Förderverein des ökologischen Landbaus, der Landschaftspflege, des Naturschutzes und der naturgemäßen Lebensführung in Thüringen - besucht. Ökoherz ist auf der Suche nach einer digitalen Lösung für die regionale Vermarktung und Beschaffung in der Außer-Haus-Verpflegung. Wir haben uns angeregt unterhalten und freuen uns, wenn wir über die Ländergrenzen kooperieren und voneinander lernen.

Wir waren zu Gast beim Vernetzungstreffen der Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg und durften dort über nearbuy berichten. Mit großem Interesse wurde dort auf unsere Initiative, aber auch auf die erfolgreichen hessischen Ökolandbau-Modellregionen geblickt. Es ist auch für uns sehr bereichernd, wenn wir unsere Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg austauschen können.

Wir haben am Netzwerktreffen des Landesdialogs Regionalitätsstrategie Nordrhein-Westfalen der Regionalbewegung NRW teilgenommen, wo die strukturellen und bürokratischen Hürden bei der regionalen Wertschöpfung im Zentrum standen und im Rahmen eines Polittalks diskutiert wurden. Für uns war es sehr spannend zu erfahren, welche Herausforderungen in anderen Bundesländern bestehen.

Bei Ausflügen nach Berlin und Brandenburg haben wir erlebt, mit welchen Projekten und Aktivitäten die regionale Vermarktung an und Beschaffung für die Gemeinschaftsverpflegung dort gefördert wird. Wichtiger Teil des Projekts “Wo kommt dein Essen her” des Verbands Deutscher Schul- und Kitacaterer sowie des EIP-Projekts "Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg" der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. ist die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsverpflegern und denjenigen, die das Essen anbauen.

Auf zwei Symposien der Gemeinschaftsverpflegung im Süden des Landes haben wir Einblicke in die Themen und das Engagement der Kantinen dort erhalten. Wir haben festgestellt, dass Regionalität für alle eine wichtige Rolle spielt, es aber häufig noch Hemmnisse wie das mangelnde Wissen um geeignete regionale Lieferanten gibt. Dazu leisten wir mit nearbuy gerne einen Beitrag.

Und nicht zuletzt stehen wir im Austausch mit anderen Initiativen, die ebenfalls digitale Ansätze zur regionalen Lebensmittelversorgung verfolgen. Wir möchten diese Ansätze bestmöglich miteinander vernetzen, damit Ihr Euch bei möglichst geringem Aufwand an verschiedenen Stellen darstellen könnt.


Wie es weiter geht

Weitere Gespräche und Veranstaltungen sind für 2020 in der Pipeline. Beispielsweise hat uns unserer Projektförderer, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), eingeladen, auf dem Fachforum „Digitale Gegenwart. Smarte Zukunft - Innovationen für mehr Lebensqualität auf dem Land“ im Rahmen der Grünen Woche in Berlin über die Entwicklung von nearbuy und den partizipativen Ansatz zu berichten.

Im späten Frühjahr werden wir die erste Entwicklungsphase von nearbuy abschließen. Dann erhaltet Ihr die Möglichkeit, die bereits umgesetzten Funktionen selbst zu testen. Eure Rückmeldungen zu den Funktionen und Oberflächen dienen dann der weiteren Verbesserung. Im April möchten wir Euch das Werkzeug bei einer Launch-Veranstaltung vorstellen. Wir laden Euch rechtzeitig über unseren Newsletter ein.

Wenn Ihr in der Zwischenzeit ein Angebot oder ein Gesuch an die nordhessische nearbuy-Gemeinschaft herantragen wollt, könnt Ihr es gerne auf unserer Webseite unter Suchen & Finden einstellen. Kontaktiert uns dazu einfach per E-Mail oder Telefon.


Regionale Grüße

Euer nearbuy Team

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